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Informationen Rom
Die "ewige Stadt"
Rom ist seit 1871 italienische Hauptstadt und hat ca. 2,8 Millionen (eigentliche Stadt) bzw. 3,6 Millionen (Großraum) Einwohner.
Die Stadt liegt ca. 15 km vom Tyrrhenischen Meer entfernt am Tiber, westlich der Abruzzen.
Gegründet wurde Rom der Sage nach am 21. April 753 v.Chr. von Romulus, der mit seinem Zwillingsbruder
Remus, den er später umbrachte, von seinen Eltern (der Gott Mars und die Vestalin Rhea Silvia) auf dem Tiber
ausgesetzt und von einer Wölfin gesäugt und von dem Hirten Faustulus aufgezogen wurde.
Tatsächlich fanden sich bei Ausgrabungen Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus. Etwa um die Gründungszeit der Sage herum
wurde vermutlich aus den Siedlungen an den sieben Hügeln Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius
eine Gemeinschaft.
Zunächst ein etruskisches Königreich, wurde Rom um 475 v.Chr. zur Republik. Es folgten Ständekämpfe, aber auch große
Gebietsaneignungen (vor allem durch die Punischen Kriege 264-146 v.Chr.). Ebenfalls in diese Zeit fallen der Bau des
ersten Viadukts und der Via Appia.
Ab 133 vor Christus wurde Rom von Bürgerkriegen erschüttert, die erst nach der Ermordung Julius Cäsars
(44 v.Chr.) allmählich abflauten. Das Römische Reich war inzwischen zur Weltmacht geworden und die Stadt hatte mehr als eine
Million Einwohner. Es gab ein Frisch- und Abwassersystem, eine Art Bürgerwehr, die auch Feuerwehr war, ein gut ausgebautes
Straßennetz und vieles mehr. Nach Cäsar begann die Zeit des römischen Kaiserreichs, die bis ins 5.
nachchristliche Jahrhundert andauerte.
Ihren Höhepunkt erlebte diese Zivilisation etwa im 2. Jahrhundert. Der Niedergang begann sich aber trotz immer größerer Bauwerke,
wie etwa der Maxentiusbasilika, abzuzeichnen, und im 5. Jahrhundert wurde Rom von den Westgoten (410), Vandalen (455) und
Burgundern (472) geplündert. Es folgte eine Herrschaft der Ostgoten, die die Stadt weiter unterhielt, obwohl
die Einwohnerzahl auf unter 100.000 sank. 537 folgte dann die Zerstörung der Wasserversorgung und während der Belagerung durch
die Goten schließlich das Ende der Senatorenschicht. Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert folgten noch weitere Angriffe,
Belagerungen und Plünderungen durch Langobarden, Sarazenen und Normannen, sodass die Stadt beinahe völlig zerstört wurde.
Neue Bedeutung erhielt das auf 20.000 Einwohner geschrumpfte Rom erst durch die Einsetzung des Kirchenstaates
unter Kaiser Pippin und die Krönung Karls des Großen zum Kaiser des Heiligen römischen Reiches durch
Papst Leo III. im Jahre 800.
Danach blühte Rom unter der Herrschaft der Kirche wieder auf. Durch die Pilger wuchs der Wohlstand, und in der Renaissance wurden
viele der heute zum Weltkulturerbe gehörenden Bauten (wie der Petersdom) errichtet. Lediglich die Plünderung
durch die Truppen Karls V. im Jahre 1527 unterbrach diese Entwicklung kurz.
1871 wurde Rom nach dem Ende des Kirchenstaates die Hauptstadt von Italien. 1929 wurde der Vatikan durch die
Lateranverträge mit Mussolini souveräner Staat, und 1946 wurde Italien Republik.
Die Stadt hat sich inzwischen weit ausgedehnt, wobei die Vororte oft
heruntergekommen sind und so einen starken Kontrast zum antiken Stadtzentrum bilden.
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